Dezember 31

2020 - Ein besonderes Jahr für das BGE

2020 war ein sehr arbeitsreiches Jahr für BGE-Befürworter. Das Thema des Jahres - Covid19 - hat die Diskussionen über das Bedingungslose Grundeinkommen befeuert. Die Menschen haben erkannt, dass ihr selbst erarbeiteter Wohlstand schnell in Gefahr sein kann, wenn sich die Umwelt verändert. Insbesondere in der ersten Hälfte des Jahres 2020 gingen viele Petitionen für ein BGE ein und die Presse war voller Artikel, in der Mehrzahl pro BGE als dagegen. In dieser Zeit des Wandels beginnen die Menschen über Alternativen zu unserem bestehenden System und über die positiven Auswirkungen eines BGEI nachzudenken. Viele Aktivitäten, Projekte und Diskussionen wurden gestartet.

Was ist wo passiert?

Österreich: Start des Volksbegehrens zum “Bedingungslosen Grundeinkommen”Bis Februar 50.000 wurden über 100.000 Unterschriften gesammelt (2021 erforderlich). Die Eintragungswoche wird ende XNUMX oder im ersten Quartal XNUMX stattfinden. Bis dahin kann in Magistraten oder Gemeindämtern auch schon unterstützt werden.

Deutschland: Es gab eine sehr erfolgreiche Petition von Tonia Merz für ein Notgrundeinkommen mit fast 500.000 Unterschriften. Die Petition von Suanne Wiest (Bündnis Grundeinkommen) mit XNUMX Unterschriften, wurde im Bundestag diskutiert.
Die Grünen nehmen die Idee eines universellen Grundeinkommens in ihr Parteiprogramm auf.
DIW Berlin und der Verein Mein Grundeinkommen begannen ein Pilotprojekt, das bislang größte in Deutschland, um zu erforschen, wie ein BGE die Gesellschaft verändern wird. 

Griechenland: Die größte Errungenschaft für 2020 bestand darin, ein großartiges Team von ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen für das BGE aufzubauen. Dieses Team erstellte Werbevideos, Artikel und Pressemitteilungen, die Tausende von Menschen über soziale Medien und Mainstream-Medien erreichten. Diese Maßnahmen führten dazu, dass in nur drei Monaten 44% der für die Europäische Bürgerinitiative erforderlichen Unterschriften gesammelt wurden. Die Diskussion über das BGE in Griechenland hat begonnen und verbreitet sich rasch.

Portugal: Die portugiesische Steuerungsgruppe der Europäischen Bürger*innen-Initiative organisierte eine Sommerschule zum Grundeinkommen und förderte die Debatte darüber, wie das BGE zur Armutsbekämpfung, zur Erhöhung der persönlichen Freiheit und zur Finanzierung beitragen kann. Francisco Guerreiro, einer der Portugiesischen Vertreter des Europäischen Parlaments, drängt auch auf die Agenda des BGE in Europa, aber auch in Portugal, in der Hoffnung, ein Pilotprojekt in Europa zu starten. In diesem Jahr schlug auch die linke Partei Livre ein BGE vor, um den Covid19-Notfall zu bekämpfen. Die Petition begann im April und sammelte in etwas mehr als einem Monat 7000 Unterschriften. Das Jahr 2020 endet mit den Ergebnissen einer Umfrage von YuGov und Movemos Europa, in der berichtet wird, dass die Portugiesen das Grundeinkommen auf breiter Basis unterstützen - fast 80% würden einen staatlichen BGE-Pilotversuch unterstützen.

Slowenien: Innerhalb von nur zwei Monaten gelang es den Aktivisten der Facebook-Gruppe BGE (Univerzalni temeljni dohodek UTD), 5.648 (0,3% der slowenischen Bevölkerung) Menschen dazu zu bringen, für das europäische BGE zu unterschreiben, und die Europäische Bürger*innen-Initiative (ECI) zu unterstützen.

Niederlande: Im Zentrum von Amsterdam fand eine öffentlichkeitswirksame Veranstaltung statt, um die Bürger über das BGE zu informieren. Einige Tageszeitungen nahmen das Thema auf und veröffentlichten Artikel darüber. Das niederländische Organisationsteam arbeitet mit großem Engagement daran, weitere Informationen bereitzustellen und Aufmerksamkeit für die Idee des BGE zu schaffen (www.basisinkomen.nl).

Europa: Am 25. Septemberth startete die Europäische Bürgerinitiative für bedingungsloses Grundeinkommen (ECI) in ganz Europa. 28 Länder beteiligen sich an der Sammlung von Unterschriften und präsentieren diese nach Ablauf der Unterzeichnungsfrist am XNUMX. Dezember XNUMX der EU-Kommission. "Wir fordern die EU-Kommission auf, einen Vorschlag für bedingungslose Grundeinkommen in der gesamten EU vorzulegen, die die regionalen Unterschiede verringern, um den wirtschaftlichen, sozialen und territorialen Zusammenhalt in der EU zu stärken."
Das Projekt UBI4ALL Das Begleitprojekt der ECI verlost ein "BGE" in der Höhe von 9.600 € (800 € für ein Jahr). Diese Initiative finanziert sich durch Crowd-Funding.

weltweit: Ali Mutlu Köylüoğlu, ein leidenschaftlicher BGE-Aktivist aus der Türkei, führt regelmäßig internationale Online-Treffen durch, an denen BGE-Befürworter aus bis zu 75 Ländern und allen Kontinenten teilnehmen. Ziel ist es, die Kommunikation, Interaktion und Zusammenarbeit zwischen Organisationen und Aktivist*innen zu optimieren und gemeinsame Aktionen zu planen.
Im November veröffentlichte Papst Franziskus sein neues Buch "Lasst uns träumen: Der Weg in eine bessere Zukunft" in dem er auch über das Grundeinkommen schreibt. Im besonderen beschäftigt ihn der Kampf gegen die Armut in der Welt: „Das Grundeinkommen könnte die Arbeitsmarktbeziehungen verändern und den Menschen die Würde garantieren, Beschäftigungsbedingungen ablehnen zu können, die sie in Armut halten würden.“

Natürlich ist dies nur ein kleiner Einblick in das, was 2020 wirklich passiert ist, aber es gibt eine Vorstellung davon, wie die BGE-Gemeinschaft wächst und sich auf der ganzen Welt verbreitet. Es ist faszinierend zu sehen, wie eine brillante Idee mit jedem Beitrag, Kommentar und Online-Meeting größer und stärker wird!

Wäre es nicht ein schöner Neujahrsvorsatz, sich mit dem BGE zu beschäftigen? Du kannst mit der Unterzeichnung des ECI und der regionalen Petitionen beginnen und natürlich auch ein paar Euro spenden, um unser Gewinnspielprojekt UBIXNUMXALL zu unterstützen.

Werde Teil der Bewegung!

Artikel von: Roswitha Minardi

Foto von Gerd Altmann auf Pixabay
Flaggen lizenziert nach CC BY-NC-ND


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